Hans-Fischer-Preis für TUM-Chemiker Stephan Hess
October 1, 2002 by admin · Leave a Comment
Dissertation zum Ladungstransfer in der DNA ausgezeichnet
Der nach dem Münchner Nobelpreisträger für Chemie (1930) benannte Hans-Fischer-Preis wurde in diesem Jahr an Dr. Stephan Hess für seine Doktorarbeit zum Ladungstransfer in der DNA verliehen. Der 1974 in Heidelberg geborene Chemiker Hess promovierte 1999-2002 über dieses Thema am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Technischen Universität München in der Arbeitsgruppe von Prof. Maria E. Michel-Beyerle. Mittlerweile arbeitet er als Postdoktorand an der Stanford University, USA. Die Auszeichnung fand im Rahmen des international hochkarätig besetzten 10. Hans-Fischer-Symposiums für Bioanorganische Chemie am 28. Oktober 2002 in Garching statt. Der Preis wird jährlich von der Hans-Fischer-Gesellschaft e.V. für Forschungen auf dem Gebiet der Chemie und Biochemie verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert.
Weltweit wird untersucht, inwieweit sich Biomoleküle eignen, um damit elektronische Schaltungen zu realisieren. DNA bietet sich für die Nano-Bio-Elektronik als optimaler Baustein an, wenn ihre elektronischen Eigenschaften, und hier speziell ihre elektrische Leitfähigkeit, verstanden und kontrolliert gesteuert werden können. Daher sind in den vergangenen Jahren die Aktivitäten auf diesem Gebiet weltweit enorm angewachsen. Bei der Frage, ob DNA sich als Nano-Bauelement eignet, wird die Reichweite des Ladungstransports in DNA Doppelsträngen wissenschaftlich besonders kontrovers diskutiert.
Fachtagung INNOFOOD 2002 an der Hochschule Anhalt (FH)
October 1, 2002 by admin · Leave a Comment
Zum zweiten Mal werden sich an der Hochschule Anhalt (FH) Wissenschaftler und Praktiker aus dem Lebensmittelbereich zur Fachtagung INNOFOOD am 18./19. Oktober versammeln, um sich über Tendenzen und Neuigkeiten auf dem Gebiet der Produkt- und Verfahrensentwicklung, der Lebensmittelprüfung und Qualitätssicherung von Lebensmitteln auszutauschen. Die Veranstaltung INNOFOOD 2002 wird durchgeführt im Rahmen der Tage der Forschung der Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Nachdem vor zwei Jahren die INNOFOOD 2000 am Standort Köthen der Hochschule Anhalt erfolgreich abgehalten wurde, wird sich bei der INNOFOOD 2002 der Standort Bernburg der Hochschule Anhalt als Gastgeber präsentieren.
Nach der Begrüßung der Gäste durch den Rektor der Hochschule Anhalt, Herrn Prof. Orzessek am 18. Oktober um 9.30 Uhr wird die Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt das Wort ergreifen.
Anliegen von INNOFOOD 2002 ist es, Themen zu diskutieren und Lösungswege aufzuzeigen, die die Praktiker in der Ernährungswirtschaft in ihrem Bemühen, wettbewerbsfähig zu bleiben und die Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen, tatsächlich bewegen. In diesem Sinne versteht sich INNOFOOD als Informationsbörse, Kommunikationsforum und Ideenschmiede, als Gremium von Konsultations- und potentiellen Kooperationspartnern.
Weitere inhaltliche und organisatorische Informationen zu dieser Tagung befinden sich auch im Internet unter:
www.hs-anhalt.de/innofood2002
oder im Forschungs- und Technologietransferzentrum der Hochschule Anhalt.
BP erfüllt Auflage der Europäischen Kommission und verkauft ARG-Anteile an BASF
September 30, 2002 by admin · Leave a Comment
BP erkärte heute, 30.09.2002, dass sie zwei ihrer Anteile an der Ethylenpipelinegesellschaft, Aethylen Rohrleitungs Gesellschafts mbH Co. KG (ARG) verkauft hat. Der Verkauf der beiden Anteile erfolgte in getrennten Transaktionen an die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, und die Sasol Germany GmbH, Hamburg.
Finanzielle Einzelheiten der Transaktionen, die heute abgeschlossen wurden, werden nicht mitgeteilt.
Der Verkauf von zwei der drei ARG-Anteile im Besitz von BP und Veba Oel gehörte zu den Genehmigungsbedingungen der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit dem Erwerb der Veba Oel durch die BP. Der Verkauf der Anteile erfolgte mit Zustimmung der übrigen ARG Anteilseigner und der Europäischen Kommission.
BASF betreibt Steamcracker an ihren Verbundstandorten in Ludwigshafen, Deutschland sowie Antwerpen, Belgien mit einer Gesamtkapazität von 1.4 Millionen Tonnen Ethylen pro Jahr. Beide BASF Standorte sind an das Nordwesteuropäische Ethylenpipelinenetz angebunden, deren Rückgrat die ARG bildet. Der Erwerb ermöglicht BASF ihr Geschäft innerhalb Europas weiter zu optimieren. BASF verarbeitet Ethylen zu höherveredelten Chemikalien, Lösemitteln, Dispersionen und Kunststoffen und ist darüber hinaus heute Anbieter von Ethylen.
BASF erweitert Kapazität bei Polymerdispersionenanlage
September 30, 2002 by admin · Leave a Comment
Die BASF wird die Kapazität ihrer Polymerdispersionenanlage in Cengkareng, Indonesien, von derzeit 50.000 auf 95.000 Tonnen pro Jahr erhöhen. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen und werden voraussichtlich Anfang 2004 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund zehn Mio. US-Dollar.
Die BASF produziert in ihrer Anlage in Cengkareng derzeit sowohl Styrolacrylat- als auch Stryolbutadiendispersionen. Beide Produktgruppen können nach der Kapazitätserweiterung in größerer Menge hergestellt werden. Polymerdispersionen sind die größte von der BASF in Indonesien hergestellte Produktgruppe und werden beispielsweise in der Papier-, Anstrich-, Textil-, Klebstoff- und Bauindustrie vielfältig eingesetzt.
Mit der Erweiterung ihrer Polymerdispersionenanlage in Cengkareng stärkt die BASF ihre Position in Indonesien. Die Investition ist darüber hinaus Ausdruck der Strategie des Unternehmens, seine Standorte in Asien weiterhin nachhaltig zu stärken.
Polymerdispersionen sind eine bedeutende Produktgruppe des Unternehmensbereichs Veredlungspolymere, der im Jahr 2001 einen Umsatz von weltweit 2,5 Mrd. EUR erzielt hat. Weitere Produktionsstandorte für Polymerdispersionen in Asien befinden sich in China, Japan, Indien, Australien und auf den Philippinen. Im Jahr 2001 hat der Unternehmensbereich 16 Prozent seines Umsatzes in dieser Region erzielt.
Deutsch-österreichisches Forscherteam demonstriert
September 30, 2002 by admin · Leave a Comment
Eine neuartige Methode, elektrischen Strom mit Hilfe konjugierter Polymere in
Licht zu verwandeln, wurde von einem deutsch-österreichischen Forscherteam entdeckt
(Physical Review Letters, 14. Oktober 2002). Leuchtdioden aus Kunststoff, die
Strom in Licht verwandeln können, werden schon seit über einem Jahrzehnt intensiv
erforscht. Dabei hat sich herausgestellt, daß über die Hälfte der elektrisch generierten
Anregungen in dunklen Zuständen verschwinden, die kein Licht ausstrahlen können
und statt dessen Wärme generieren. Dies führt im allgemeinen zu einer Reduktion
der Lebensdauer solcher Bauelemente sowie zu einer Beschränkung des Wirkungsgrades.
Nun haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, dem
Institut für Chemie an der Universität Potsdam, dem Christian Doppler Laboratory
of Advanced Functional Materials am Institut für Festkörperphysik der TU Graz
sowie dem Institut für nanostrukturierte Materialien und Photonik in Weiz, Österreich,
entdeckt, daß eine kleine Zahl chemisch gebundener Metallatome ausreicht, diese
dunklen Zustände zum Strahlen zu bringen. Die überraschende Entdeckung ist nicht
nur technologisch hoch relevant, sondern zeigt auch die große Wirkung auf, die
kleinste Verunreinigungen in organischen optoelektronischen Systemen bewirken
können. Im allgemeinen unterscheidet man zwischen zwei grundlegenden Emissionsprozessen,
der Fluoreszenz und der Phosphoreszenz. Die Phosphoreszenz spielt im Alltag eine
wichtige Rolle, wie etwa bei Bildschirmröhren. Sie unterscheidet sich im wesentlichen
von der Fluoreszenz durch um Größenordnungen längere Lebensdauern des angeregten
Zustandes. Während der Übergang des Angeregten Zustandes zum Grundzustand in der
Phosphoreszenz als verboten bezeichnet wird (der sogenannte Tripletzustand), ist
er in der Fluoreszenz erlaubt (der Singulettzustand). Daher weisen die meisten
Materialien, insbesondere organische Verbindungen wie Farbstoffmoleküle und konjugierte
Polymere, überwiegend Fluoreszenz und keine Phosphoreszenz auf. Nun ist das Problem,
daß in organischen Leuchtdioden bis zu 75 % der Anregungen im Tripletzustand entstehen
und somit im allgemeinen nicht-strahlend, also durch die Erzeugung von Wärme,
zerfallen
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Wie fett ist die Schoko? Der 30. Chemielehrerfortbildungskurs
September 29, 2002 by admin · Leave a Comment
Wie fett ist die Schoko, wie stark ist der Wein, wieviel Zuckerstücke hat eine Cola, wieviel Eiweiß steckt in der Milch, wieviel Taurin im Red Bull?
Dr. Renate Stübs, die Greifswalder Chemiedidaktikerin, ist einer der Menschen, der in Deutschland sehr viel, vielleicht sogar am meisten für das Verständnis von Chemie und die Einführung der Lebenswelt in den Chemieunterricht tut. Seit die innerdeutsche Grenze aufging, bietet sie Jahr für Jahr für die Gesellschaft Deutscher Chemiker GDCh Kurse für Chemielehrer an Gymnasien an. Vom 30. September bis zum 2. Oktober empfängt sie wieder 21 Lehrerinnen und Lehrer und zwei polnische Gäste der Unis Danzig und Thorn zum Fortbildungskurs “Chemie – lebensverbunden und quantitativ betrachtet”. Das ist der 30. überregionale seit 1992 in der Greifswalder Chemiedidaktik. Diesmal kommen vor allem Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern, oft waren schon Süddeutsche fast in der Mehrzahl.
Sie hat in den modernen Labors in der Soldmannstr. 16 an die vierzig Versuche aufgebaut, an denen sich ihre Gäste versuchen sollen. Üblich sind immer noch formelreiche Rechenrezepte zur Auswertung quantitativer Versuche. Renate Stübs aber setzt auf das eigene Verständnis, hofft, daß die Lehrer selbst auf den Trichter kommen, wie sie feststellen, ob der Inhaltsaufdruck auf der Milchtüte oder auf der Schokoladenverpackung korrekt ist oder nicht. Er ist; man kann es mit in der Oberstufe durchführbaren Messungen nachprüfen. Denn die Experimente selbst sind so aufgebaut, daß sie die Lehrer mit der ihnen gewöhnlich zur Verfügung stehenden (nicht allzu anspruchsvollen) Laborausrüstung in ihren Gymnasien auch nachstellen können.
Asiens größte SM/PO Anlage von Shell und BASF in Betrieb genommen
September 27, 2002 by admin · Leave a Comment
Shell und BASF feierten heute (27.09.2002) die offizielle Eröffnung der Ellba
Eastern in Singapur. Ellba Eastern ist ein 50:50 Jointventure von Shell Seraya
Pioneer (Pte) Ltd., einer Gruppengesellschaft der Shell Eastern Petroleum
(Pte) Ltd. und BASF South East Asia Pte. Ltd. zur Produktion von Styrol und
Propylenoxid (SM/PO
Zweite Finanzierungsrunde für Biotechfirma novosom
September 27, 2002 by admin · Leave a Comment
Halle (Saale), 25. September 2002: Die novosom AG gab heute den erfolgreichen Abschluss ihrer zweiten Finanzierungsrunde in Höhe von 4,0 Mio Euro bekannt. Als Drug-Delivery-Unternehmen verfügt novosom über eigene Schlüsseltechnologien zum sicheren Transport und zur kontrollierten Freisetzung kosmetischer und pharmazeutischer Wirkstoffe am und im menschlichen Körper. Mit dem akquirierten Kapital wird novosom die Weiterentwicklung neuer und die Vermarktung anwendungsreifer eigener Produkte finanzieren und das Wachstum der Gesellschaft sichern.
Mit der BioAgency AG, Hamburg, und der IBG Sachsen-Anhalt beteiligen sich zwei Venture Capital-Gesellschaften mit Schwerpunkt Life-Science an dem Unternehmen. Zusätzliche Mittel in Form stiller Beteiligungen und Darlehen werden von der mbg Sachsen-Anhalt und der Sparkasse Halle zur Verfügung gestellt.
Gefahr durch Umweltgifte wird an der Universität Lüneburg untersucht
September 27, 2002 by admin · Leave a Comment
Ein Projekt der Umweltchemie an der Universität Lüneburg wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert: Fast 300.000 Euro wurden jetzt zur Unterstützung des Forschungsvorhabens “Identifizierung und Quantifizierung toxikologisch relevanter PAK-Metabolite und -Begleitstoffe, Hetero-PAK und substituierter PAK an Altlaststandorten und ihrem Verhalten im Aquifer” zur Verfügung gestellt.
Polycylisch Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen generell bei Verbrennungen, so zum Beispiel auch beim Grillen von Würsten oder – in erheblichen Mengen – im Zigarrettenrauch. PAK sind für den Menschen gefährlich, weil giftig. Sie können unterschiedliche Wirkungen bis hin zur Erzeugung von Krebserkrankungen hervorrufen. Umso wichtiger ist es daher, genauere Informationen darüber zu bekommen, wie sich diese häufig vorkommenden Stoffe in der Umwelt verhalten
“BASF Trading Centres” sind auf Wachstum programmiert
September 26, 2002 by admin · Leave a Comment
Von Kopf bis Fuß ausgerichtet auf die Vermarktung von Spezialchemikalien an Kleinmengenkunden – das sind die acht “BASF Trading Centres” für Europa, die noch in diesem Jahr am Markt ihre Arbeit aufnehmen (Spezialchemikalien sind unter anderem Tenside für die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie, Dispersionen und Pigmente sowie Bauchemikalien und Klebrohstoffe).
Die Trading Center gehen aus den früheren BASF-Handelsgesellschaften hervor, die ein breites Produktportfolio vertrieben haben. Mit ihren spezialisierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern fokussieren sie sich künftig aber voll auf die Abnehmer von Spezialchemikalien. Für die weiteren BASF-Handelsprodukte werden künftig andere Vertriebswege gewählt.
“BASF Trading Centres” wurden für alle größeren Märkte Westeuropas gegründet: Frankreich (bisher BASCOM), Italien (bisher BASF Trading Chemicals) und Deutschland (bisher TENSID-Chemie) sowie grenzüberschreitend für Belgien und die Niederlande (bisher BASCOM), Österreich (bisher BASF ChemTrade), Schweiz (bisher BASCOM AG), die Nordischen Länder Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und Island (bisher BASIS Kemi), Spanien (bisher Norteña de Distributión, bekannt als Nordisa) und Portugal (bisher Margo) und United Kingdom/Irland (bisher Cheadle Colour & Chemicals).
“Wir haben eine flexible Organisation mit knapp 200 unternehmerisch handelnden Mitarbeitern vor Ort, die sich gemeinsam mit ihren Logistikpartnern ihren lokalen Kundenindustrien verpflichtet fühlen und sich gleichermaßen bewusst sind, dass sie in einem europäischen Netzwerk arbeiten”, beschreibt Trading-Chef Chris Dale das Ziel der neuen Konzeption. Er führt künftig die bisher unabhängig voneinander tätigen Handelsgesellschaften für Spezialchemikalien und erwartet hohe Synergien aus der europäischen Zusammenarbeit und der engen Kooperation mit der BASF Aktiengesellschaft.





