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Poolchemikalien

August 19, 2010 by  

Physikalische und chemische Prozesse beeinflussen die Wasserqualität im Pool. Während die physikalischen Vorgänge beispielsweise von Pumpen, Filtern oder Testgeräten bestimmt sind, gestaltet sich die Poolchemie weitaus komplizierter. Die Wechselwirkungen der im Poolwasser enthaltenen Stoffe und ihre Auswirkungen bei einem Ungleichgewicht können schnell zur Beeinträchtigung der Wasserqualität führen.


Wasserpflege und Wasserbehandlung spielen daher eine bedeutende Rolle. Schon vor dem ersten Befüllen des Pools gilt es, einige Dinge zu beachten. So kann es passieren, dass das Wasser braun wird. Eine braune Färbung des Wassers deutet auf Ablagerungen von Eisen hin. Nach einer Befüllung mit Brunnenwasser kommt es hin und wieder zu so einer braunen Verfärbung. Diese kann möglicherweise vermieden werden, wenn der Pool mit Leitungswasser gefüllt wird. Aber auch, wenn frisches Nachfüllwasser durch Eisenleitungen mit Korrosionsablagerungen fließt, kann es zur Braunfärbung kommen. Ein PH-Wert-Regulierungsmittel kann hier Abhilfe schaffen. Der PH-Wert des Poolwassers liegt optimal bei 7,2 bis 7,4.

Auch der Chlorgehalt wirkt sich auf das chemische Gleichgewicht im Pool aus. Daher lohnen sich regelmäßige Wasserpflege und Wasserbehandlung. Bei der Wasserbehandlung spielen die richtigen Filter ebenfalls eine Rolle. Handelt es sich um einen Sandfilter, so ist darauf zu achten, dass der Filtersand eine feinkörnige Beschaffenheit aufweist. Die Schmutzpartikel können so besser abgebaut werden. Wird das Wasser trüb und schmutzig, ist meistens die Filterfunktion beeinträchtigt und es kommt zu einer Belastung durch zu reichliche organische Stoffe.

Riecht das Wasser unangenehm, ist zu vermuten, dass zu wenig organische Substanzen abgebaut wurden und der Chlorgehalt zu niedrig ist. Meist steigt dadurch der PH-Wert auf eine unzulässige Höhe an. Als Folge davon wird das Wasser oftmals grün und der Pool bekommt schmierige Wände. Das grüne Wasser ist ein Zeichen für vermehrtes Algenwachstum. Wenn der PH-Wert schwankt und zu wenig Chlor im Wasser vorhanden ist, wachsen die Algen schneller. Der PH-Wert sollte daher exakt bei 7,2 gehalten und der Chlorgehalt regelmäßig ermittelt werden. Die regelmäßige Reinigung und Entfernung der Schmutzränder im Pool sind daher unerlässlich. Eine Stoßchlorung nach dem Entfernen der Algenansätze, bis 3 Milligramm pro Liter, kommt anschließend zum Einsatz. Ein Aktivator und ein Algenschutzmittel können zusätzlich verwendet werden.

Wird das Poolwasser milchig, befindet sich vermutlich zu viel Kalk im Wasser. Eine Filterreinigung und die Entkalkung des Filters werden hier Abhilfe schaffen. Zum Entkalken der Filteranlage hilft ein saurer Filterreiniger. Chlortabletten oder Chlorgranulat eignen sich für eine zusätzliche Stoßdesinfektion. Dabei wird kurzfristig der Chlorgehalt auf 2 Milligramm pro Liter angehoben. Außer Kalk können auch Flockpartikel die Ursache sein, die bei zusätzlichem Einsatz von Flockungsmitteln zur Entkalkung entstanden sind. Da hilft nur der Bodensauger; nach vorherigem Abstellen der Umwälzanlage. Bei hartem Wasser empfiehlt sich ein Kalkstabilisator. Außer Kalk und Flockpartikelchen können auch kleine fein verteilte Luftbläschen das Wasser milchig färben.

Neben dem PH-Wert, dem Chlorgehalt des Wassers und dem Kalkgehalt ist für die Poolchemie auch noch die Gesamtalkalität wichtig. Ein Wassertester ermittelt den Gehalt von freiem Chlor und Brom, den PH-Wert und die Gesamtalkalität. Dieses handliche Gerät gibt schnell Aufschluss über alle wichtigen Werte. Der richtige PH-Wert und der optimale Chlorgehalt des Wassers vermeiden außerdem eine Reizung der Augen und der Haut.

Kommentare

One Response to “Poolchemikalien”

  1. Lab Looop » Blog Archive » What Would The World Be Without Titration? on August 24th, 2010 21:48:54

    […] Poolchemikalien | Chemikalien.de […]

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